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Leopold Mozart Jahr 2019
Konzert des Königsbrunner Kammerorchesters

Sonntag, 31. März 2019 19.00 Uhr, Immanuelkirche Diedorf

Konzert 2019

Die Heimat seiner Vorfahren, die Stauden, gratuliert dem Jubilar! Am 14. November 2019 jährt sich der Geburtstag Leopold Mozarts zum 300. Mal. Grund genug, das Jahr 2019 dem Vater, Violin-Lehrer und Manager von Wolfgang Amadeus zu widmen.

Das Königsbrunner Kammerorchester gibt anlässlich dieses Jubiläums ein Konzert in der Immanuelkirche Diedorf mit dem Titel "Leopold Mozart, Verwandte und schwäbische Zeitgenossen"

Dabei kommen Werke von Leopold Mozart (z.B. SINFONIA MILITARE oder die KINDERSINFONIE) wie auch Werke von Antonio Rosetti, Ignaz von Beecke und Johann Ernst Eberlin zur Aufführung. Letzterer stammt aus Jettingen und genoss am gleichen Jesuitenkolleg seine Ausbildung wie Leopold Mozart.

Leopold Mozart war eine der interessantesten und vielschichtigsten Persönlichkeiten seiner Zeit, ein universeller Geist im besten Wortsinn.

Er war ein aufgeklärter Europäer, aktiver Musiker und Komponist, herausragender Pädagoge, Netzwerker und Musikmanager. Seine Vorfahren stammen aus Heimberg bei Fischach in den Stauden.

Als aktiver Musiker erreichte Leopold zumindest in Ansätzen das, was seinem Sohn zeitlebens verwehrt blieb: als Salzburger Vizekapellmeister bekleidete er eine höhere Anstellung an einem Fürstenhof. Bis ganz nach oben schaffte er es allerdings nie. Dennoch war Leopolds Ruhm als Komponist enorm, verflog nach seinem Tod aber auch aufgrund der schwierigen musikgeschichtlichen Einordnung schnell (ein Schicksal, dass er mit vielen erfolgreichen Komponisten der Zeit teilt) und leider ist ein Großteil seines Opus verschollen. Dennoch zeigt Leopolds erhaltene Musik in vielen Bereichen den Einfluss, den er kompositorisch auf Wolfgang hatte. Zudem steckt in vielen frühen Kompositionen Wolfgangs ein großer Teil Leopold. Im Geburtsjahr seines Sohnes erschien in Augsburg Leopolds wichtigstes Werk, der "Versuch einer gründlichen Violinschule". Das universelle Kompendium des Violinspiels im 18. Jahrhundert ist bis heute ein Standardlehrwerk und zeugt von der umfassenden musikalischen Bildung Leopolds. Die Tätigkeit als Lehrer seiner beiden Kinder ist wohl Leopolds weltweit populärstes Verdienst und spricht für die eigenen Fertigkeiten. Leopold erkannte das unvergleichliche Talent seiner Kinder und sorgte im Stil eines modernen Musikmanagers dafür, dass diese europaweit bekannt wurden. Dabei konnte er auf ein außerordentliches Netzwerk zurückgreifen, das die Konfessions-, Länder- und Adelsgrenzen überwand. Leopold ging es aber nie darum, seine Kinder seelenlos zu verkaufen. Alle Reisen plante er so, dass insbesondere Wolfang an den verschiedenen Zielen von den besten Musikern der Zeit lernen konnte. Man kann also durchaus von nachhaltiger Karriereplanung sprechen. Dieses Netzwerk war nur durch Leopold Mozarts Selbstverständnis als überzeugter, aufgeklärter Europäer möglich.

Den Grundstein hierfür legte die (jesuitische!) Bildung, die er selbst in Augsburg erfahren hatte und auch das bürgerlich-gesellschaftliche Leben in Augsburg, das seit der Renaissance ausgesprochen weltoffen geprägt war. Leopold war Mitglied in zahlreichen Zirkeln der prominenten Aufklärer der Zeit und empfand nur eine umfassende europäische Bildung mit humanistischen Idealen als zukunftsfähig. Diese Überzeugung lag allen seinen Entscheidungen zugrunde und Leopold vermittelte die Werte auch seinen Kindern.

Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2019

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